Freitag, 21. März 2014

Tagesrhythmus im Korallenriff


AMED SCUBA schätzt es sehr, unseren Gäste zu ermöglichen möglichst früh zu den Tauchplätzen in Bali zu fahren, um den Massen, die zum Beispiel das Liberty Schiffswrack besuchen, zu entkommen, aber auch, um mit den Fischen unter Wasser zu erwachen und die Artenvielfalt bei Sonnenaufgang genießen zu können. http://www.amed-scuba.de

Die Sonne geht gerade auf und wir tauchen ein in eine faszinierende Welt. Besonders schön sind diese morgendlichen Tauchgänge bei dem Schiffswrack der US.Liberty. Bei dem Wrack handelt es sich um ein 120m langes und 30m breites Transportschiff, welches wundervoll bewachsen, vielen Riffbewohnern ein gutes Nachtquartier, Versteck und Zuhause bietet.
http://www.amed-scuba.de


Liberty am Morgen - Amed Scuba early morning dive
Clowndrückerfisch in Bali
Das Leben im Korallenriff wird begrenzt durch die knappen Ressourcen, die den Riffbewohnern zur Verfügung stehen.
Eine der Möglichkeiten diesen zur Verfügung stehenden Raum effizienter miteinander zu teilen, besteht in einem räumlichen oder auch zeitlichen Wechsel in der Nutzung der vorhandenen Ressourcen. Das Leben im Korallenriff ist daher einem Tagesrhythmus unterworfen.
Zu unterschiedlichen Tageszeiten sind unterschiedliche Tiere im Riff aktiv und unterwegs. Durch die Konkurrenz um die knappen Ressourcen im Riff, kommt es zu einer Aufteilung des Riffes in unterschiedliche Bereiche und in unterschiedliche Aktivitätszeiten. Die Vielfalt an Leben im Korallenriff, wird daher durch den Tagesrhythmus der Riffbewohner bestimmt. Und zaubert unter Wasser eine unglaubliche Vielfalt.
Beschreibung der Tauchgebiete in Tulamben
Jedes Tauchgebiet zeigt damit auch zu unterschiedlichen Zeiten andere Tiere. Dadurch ist das Leben im Korallenriff in Bali einem Wechsel im Tagesablauf unterworfen. Das heißt, im selben Riffabschnitt trifft der Besucher zu unterschiedlichen Tageszeiten unterschiedliche Tiere an.
In der Morgendämmerung ist an der U.S.A.T. Liberty in Tulamben, am Drop-off oder im Korallengarten des Riffes ist besonders viel los, da einige Fische vor dem Schlafen gehen noch zur Nahrungsaufnahme schreiten und sich die gerade erwachten Tiere auf die Suche nach ihrem Frühstück machen.
Die größte Wahrscheinlichkeit Riffhaie z.B. an der Wand in Tulamben oder im Korallengarten von Gili Selang zu sehen, hat der Taucher auf Bali in der Morgendämmerung. Der Hai hat seine erfolgreiche nächtliche Jagd hinter sich gebracht und langsam wird der bis zu 2m große Weißspitzenriffhai müde und begibt sich zur Ruhe, wo man ihn zum Beispiel in Kubu oder in Amed unter einer Koralle antreffen kann. Man erkennt den für Menschen ungefährlichen Hai an seiner weißen Spitze an der Schwanz- und Rückenflosse. Da der Weißspitzenriffhai aktiv Wasser und dadurch Sauerstoff durch seine Kiemen fließen lassen kann, trifft man ihn tagsüber manchmal müde schlafend unter einer Tischkoralle an.
Papageienfische und Drückerfische sind im farbenfrohen Riff von Jemeluk oder am Japanischen Wrack ebenfalls hungrig erwacht und verlassen ihren nächtlichen Unterschlupf, um nach Nahrung zu suchen. Zurück bleibt der aus Schleim gewobene durchsichtige „Schlafsack“ des Papageienfisches, der ihn über Nacht vor Jägern geschützt hat, die ihn ansonsten am Geruch erkennen können und sich den schmackhaften Happen dann nicht entgehen lassen. Bei Einbruch der Dämmerung spuckt der Papageienfisch diese durchsichtige Schleimschicht aus, die ihn bei Einbruch der Nacht vor seinen Angreifern schützt. So dass er von diesen unerkannt bleibt.
Amed Scuba weist daher vor jedem Nachttauchgang unsere Gäste ein, möglichst nicht in die Augen der Papageienfische zu leuchten, da diese dann aus dem Schlaf erwachen, aus ihrem „Schlafsack“ fliehen und dadurch von möglichen Jägern gefunden und gefressen werden können. Erwachen die Papageienfische, so nagen sie an den Korallen des Riffes. Taucht man in Bali z.B. im Korallengarten von Kubu, so kann man diese nagenden Geräusche deutlich erkennen. Es gibt ca. 80 verschiedene Papageienfischarten, die meisten davon sind sehr bunt und haben eine Schnabelleiste als Zähne. Diese besteht aus zusammengewachsenen Zähnen. Mit diesem Schnabel zerbeißen die Papageienfische die Steinkorallen und scheiden deren Reste als weißen Sand aus, der z.B. den tropischen weißen Strand von Padang Bai im Nordosten Balis aufbaut. Der in Amed und Umgebung häufig anzutreffende Büffelkopfpapageienfisch lebt in großen Gruppen zusammen und gehört zu den Riesen des Riffes.


Drückerfische treten in verschiedenen Arten auf, die bis zu 75 cm lang werden können. Dabei greift der Drückerfisch sogar Taucher an, wenn er sein Eiergelege verteidigt. Der Drückerfisch verfolgt den Taucher, der in sein trichterförmiges Revier eingedrungen ist, falls dieser zur Oberfläche hin fliehen will. Es empfiehlt sich daher senkrecht aus dem Gebiet des Drückers heraus zu schwimmen.

An der Basis der Nahrungspyramide des Riffes findet man das Plankton, hierbei wird zwischen Zooplankton und Phytoplankton unterschieden. Das Zooplankton besteht aus Tieren, von denen viele nachts aufsteigen, um sich vom dort schwimmenden und tagsüber Photosynthese betreibenden pflanzlichen Phytoplankton zu ernähren. Auf den Nachttauchgängen von Amed Scuba z.B. in Jemeluk empfehlen wir unseren Tauchern für einen Augenblick ihre Lampen abzudecken und schnelle Handbewegungen unter Wasser auszuführen. Plötzlich erscheinen kleine Lichtblitze im Wasser, die wie kleine Glühwürmchen leuchten. Hierbei handelt es sich vor allem um die einzellige Alge Noctiluca, die unter dem Mikroskop wie ein kleiner Ballon aussieht und zu den Dinoflaggelaten gehört
Weichkoralle in Menjangan
Röhrenaale, die in Bunutan und in Tulamben in großen Gruppen anzutreffen sind, ernähren sich von dem im Wasser umher schwimmenden Plankton. Etwa einen Drittel ihres Körpers reicht aus einer Sandhöhle heraus, in die sie sich bei Bedrohung sofort wieder zurückziehen.
Auch die Korallenpolypen könnten ohne dieses winzige Phytoplankton, das ihnen als Nahrung dient, nicht überleben.
Die Korallen hingegen werden wieder von Papageien und Drückerfischen abgenagt, was unter Wasser diese oben erwähnten schabenden Geräusche hinterlässt.
Jeweils nur 10 Prozent der Energie wird von einer Nahrungsstufe der Nahrungspyramide zur nächsten weiter gegeben. Das Plankton ist daher nur winzig klein und vermehrt sich sehr schnell. Unter dem Mikroskop kann man in einem Tropfen Meerwasser oftmals 100 000 Phytoplankton Organismen zählen.

Das Transportschiff in Tulamben ist voll mit Korallen bewachsen, die winzig kleine Algen beherbergen.
Diese Algen, die auch Zooxanthellen genannt werden, benötigen Sonnenlicht, um damit Fotosynthese zu betreiben. Mit Hilfe des Sonnenlichtes, Wasser und CO2 stellen die Algen bei der Fotosynthese Zucker und Sauerstoff her. In den Morgenstunden beginnt die Alge in den Korallen diesen Prozess, da die aufgehende Sonne endlich das hierfür benötigte Licht liefert. Dadurch stellen sowohl die in den Korallen lebenden Algen als auch das im Wasser schwebende Phytoplankton einen großen Teil des Sauerstoffes her, den wir atmen und binden gleichzeitig das freie Kohlenstoffdioxid. Da Kohlenstoffdioxid eines der Treibhausgase ist, tragen die Meeresbewohner zur Verringerung des Treibhauseffektes bei! Nachts ernähren sich die Korallenpolypen von dem winzig kleinen Plankton, das sie aus dem Wasser filtern.
Es gibt sowohl Steinkorallen als auch Weichkorallen. Die Steinkorallen erbauen das Riff mit ihrem Kalkskelett. Korallenpolypen nehmen ihre Nahrung zumeist nachts aus der Strömung auf. Tagsüber arbeitet die kleine Zooxanthelle für sie mit Hilfe der Photosynthese. Nachts findet keine Photosynthese statt, daher sind die Polypen in der nächtlichen Strömung voll ausgefahren und fischen im Meerwasser nach vorbeitreibendem Plankton. Die Tentakeln der Polypen, die mit Nesselzellen versehen sind, filtern damit das Plankton aus dem Meer. Tagsüber ziehen sich die Korallenpolypen häufig in ihr Kalkskelett zurück, wo sie vor Feinden geschützt sind.
Feuerfische findet man den ganzen Tag im Riff
Weichkorallen hingegen fressen meist am Tage und bieten oft auch Meeresbewohnern wie dem Clownfisch Schutz. Diese Clownfischfamilie hält sich im Schutz der Tentakel einer Seeanemone auf, die zu den Weichkorallen gehört. Die Tentakeln enthalten Nesselzellen mit einem Nesselgift. Folgt ein unvorsichtiger Fisch dem Clownfisch in seine Koralle, weil er diesen verspeisen möchte, so wird der folgende Fisch von dem Gift der Koralle getötet.  Auch die Koralle ist ein Tier, das sich unter anderem vom Fleisch der Fische ernährt. Dabei fallen auch Futterreste an den Clownfisch ab. Der Clownfisch entfernt neben den Essensresten aber auch Parasiten aus der Anemone und reinigt und schützt sie auf diese Weise. Bereits als Eier kommt der Clownfischnachwuchs mit dem Korallengift in Berührung und wird dadurch sozusagen immun. Sie entwickeln als Fische eine Schleimschicht, die sie vor dem Anemonengift schützt. Zwischen dem Clownfisch und seiner Anemone hat sich dadurch eine Symbiose entwickelt, ein Zusammenlaben, das zum gegenseitigen Nutzen beider Tiere unterschiedlicher Art geführt hat. Die Farbe kommt jedoch meist von den in den Korallen lebenden Algen. Bei dem Phänomen der Korallenbleiche haben die winzigen kleinen Algen ihre Koralle verlassen, was man von außen zunächst am erbleichen der Korallen sieht. Kehrt die Koralle nicht innerhalb eines halben Jahres in ihre Koralle zurück, so ist diese zum Tode verurteilt!
Igelfisch
Muränen, die wir an vielen Tauchplätzen Balis antreffen, sind geformt wie Schlangen, gehören jedoch zu den Fischen und nicht zu den Reptilien, da sie einen Flossensaum besitzen. Hier in Bunutan kann Euch AMED SCUBA zum Beispiel beim Tauchen eine Netzmuräne zeigen, die bis zu 2m lang ist. Den Tag verbringt diese Muräne in einem großen Schwamm oder andere Muränen, die man hier in Amed an verschiedenen Tauchplätzen antreffen kann, sieht man in Felsspalten oder in Korallenblöcken. Wenn sich der Muräne tagsüber die Gelegenheit bietet schnappt sie nach kleinen vorbeischwimmenden Fischen, doch im Freiwasser trifft man sie meist nur nachts an. In den Morgenstunden trifft man die zurück kehrende Muräne also in ihrem Zuhause an, wo man beobachten kann, wie sie ständig ihr Maul öffnet und schließt. Dadurch leitet die Muräne sauerstoffreiches Wasser über ihre Kiemen, um zu atmen.
Im Laufe des Morgens tauchen in den Riffen von Amed, Tulamben und Kubu immer mehr Fische auf, die Wege gefunden haben, sich vor ihren Fressfeinden zu schützen. Sie sind getarnt oder haben auffällige Farben, die ihren Feinden anzeigen, dass sie giftig oder ungenießbar sind.
Feuerfische sieht man sowohl nachts- als auch tagsüber!
Ihre Flossenstrahlen enthalten ein Gift, das für andere Fische lähmend oder tödlich sein kann. Beim Menschen erzeugt eine Berührung mit den Flossenstrahlen sehr starke Schmerzen. Aber eine allergische Reaktion kann auch beim Menschen zum Tode führen.

Kofferfische besitzen sie umgebende Knochenplatten, die wie eine Rüstung das Tier vor Angreifern schützen, aber zusätzlich ist die Haut durch einen giftigen Schleim geschützt.
Auch ein Igelfisch stellt keine so attraktive Mahlzeit dar, da er sich durch seine Stacheln schützt, die er im Notfall aufstellen kann.
Ist die Sonne aufgegangen, so sind viele Fische leichte Beute im Sonnenlicht. Daher schließen sich in Tulamben zum Beispiel Makrelen zu kreisenden Schwärmen zusammen.
Ebenfalls durch Gift sind die wunderbar gefärbten Nacktschnecken geschützt. Die meisten Schnecken sind tagaktiv und fressen kleine Tiere, Schwämme oder Weichkorallen auf die sie sich zumeist spezialisiert haben. Sie atmen über die gut sichtbaren Außenkiemen, die wie kleine Kronen auf ihrem Rücken sitzen. Nacktschnecken leben meist alleine, aber zur Paarung treffen sie aufeinander und legen nach der inneren Befruchtung ihre Eier ab. Die Eier werden von einer gallertartigen Masse zusammengehalten. Diese Bunte Gallertschicht schützt sie vor Bakterien und Räubern. Die herrlichen Farben signalisieren den Räubern, wir sind giftig!
Einen weiteren Wechsel in der Tagesrhythmik findet man in der Abenddämmerung vor.
Nachttauchgänge zeigen uns das Riff in Jemeluk und Amed in einem ganz anderen Licht!
Muränen verlassen ihre Spalten und schwimmen im Freiwasser umher. Die Dämmerungszeit ist die beste Jagdzeit, da sich die Umrisse der Fische nun vor der versinkenden Sonne abheben. Geblendet von dem tief stehenden Licht, können manche Fische, die sich nicht rechtzeitig zurückgezogen haben, zur leichten Beute werden.
Schildkrötensehen sich nach ihren Schlafplätzen um, wenn sie nicht erschreckt werden und dadurch erwachen, können sie unbewegt, einige Stunden unter Wasser verbleiben.

Riffhaie erwachen jetzt wieder, um zu jagen. An Tauchern sind sie jedoch nicht interessiert.
Viele der nachtaktiven Fische sind rot, da sie, wenn nachts kein Licht auf sie fällt, zumeist schwarz wirken. Erst wenn man die Taschenlampe direkt auf sie richtet, sieht man ihre Farbe. Sie besitzen ebenfalls große Augen, um in der Dunkelheit besser sehen zu können.
Der Ozean hat seinen eigenen Rhythmus, seine Stimmungen und Regeln. Ob Tag oder Nacht, Vollmond oder Dunkelheit, jeder Rhythmus gibt dem Ozean die Geschwindigkeit, die Richtung vor. Gerade das ist, was mich so sehr an dem größten Inselreich der Welt - Indonesien -  und an Bali reizt: Es ist die Nähe zum Meer. Egal wo du in Indonesien oder auf Bali bist, das Meer ist meist nicht weit entfernt und Du lebst mit diesem Rhythmus und mit den Gezeiten.

Es gibt Tage, da produziert das Meer Wellen. An anderen Tagen ist der Sog sehr groß. Manchmal lässt die Strömungen eine bestimmte Route nicht zu oder die Sicht ist eingeschränkt. Manchmal sind die Wellen zu groß, um von Ort zu Ort zu gelangen und man steckt auf einer Insel fest oder muss sogar irgendwo im Nirgendwo einen Zwischenstopp machen, weil das Meer es nicht anders zulässt. Und manchmal sitzt Du dort, schaust in die Ferne und alles andere ist unwichtig! Es ist riesig, es ist unendlich und doch so verletzlich.
U.S.A.T Liberty, mit Amed Scuba Bali

Jeden Tag muss man sich auf die neuen Bedingungen einstellen. Großes Vorausplanen nicht möglich. Und das macht vermutlich auch den Reiz des Lebens aus.

Tauchen auf Bali mit Amed Scuba und besonders im Nordosten der Insel an den wunderbaren Korallenbänken von Amed, Tulamben, Kubu und Bunutan bieten somit zu jeder Tageszeit viele interessante und abwechslungsreiche Tauchgänge. Als Biologin würde ich ihnen gerne diese wunderbare Welt unter Wasser näher bringen!

Auf Amed Scubas Tauchtouren um ganz Bali und auf den Tauchsafaris in der Gegend um Amed, Tulamben, Kubu, Candi Dasa und Padang Bai sieht man die gesamte Schönheit und Vielfalt der Korallenriffe auf Bali.
Zum Leben im Korallenriff gehört, wie oben bereits erwähnt, das sehr wichtige Phyto- und Zooplankton, das an der Spitze der Nahrungskette steht und damit die Grundlage für alles Leben im Korallenriff stellen. Der Diplom Biologe Afam Merkwunye erforscht dieses im Aquadom der BGG Berliner Gesellschaft für Großaquarien mbH.

Gefährliche Aquatische Lebewesen

Nur wenige aquatische Lebewesen würden einen Taucher attackieren, jedoch haben viele auch
Blaupunkt Stachelrochen
Mechanismen zur Selbstverteidigung entwickelt. Ein bekanntes Beispiel für eine unabsichtliche Verletzung, das weltweit große Bestürzung auslöste, ist der Tod des bekannten Unterwasserphotographen Steve Irwin, der am 4. September 2006 am Great Barrier Reef an den Folgen des Stickes eines Stachelrochens ins Herz starb.

Taucher, die unabsichtlich Tiere im Wasser anfassen, darauf treten oder dem Tier zu nahe kommen, können durch diese Tiere und ihre Selbstverteidigung verletzt werden. Dabei weisen Verletzungen in der Regel drei grundlegene Formen an: Vernesselungen oder Stiche, Blasen, Schnitte, Einstiche oder Bisse.
Im Wasser lebende Tiere beissen gewöhnlich keine Taucher. Oftmals stehen solche Bisse im Zusammenhang mit dem Fressverhalten der Tiere. Niemals sollte man daher Fische füttern, die zu Nahe kommen und im Fressrausch nicht zwischen dem Futter und Körperteilen der fütternden Taucher unterscheiden können. Oder die Tiere denken, sie müssten sich verteidigen zum Beispiel, wenn man seine Hand in die Nähe einer Muräne ausstreckt.
Öfter können Blasen, Abschürfungen, Schnitte oder Einstiche auftreten, wenn man auf Korallen oder auf Oberflächen trifft, die scharfkantig sind. Auch wennn man auf ein Lebewesen, wie auf einen Steinfisch oder Seeigel tritt, können Verletzungen hervorgerufen werden. Es kann schwierig sein einen vollständig eingetrungenen Stachel zu entfernen, und die Einstiche sind auch anfällig für Infektionen. Es ist immer besser solche Wunden von einem Arzt untersuchen zu lassen und zurückgebliebenen Reste des Stachels entfernen zu lassen.
Giftwunden können durch den Kontakt mit einer großen Artenzahl an unterschiedlichen Organismen hervorgerufen werden. Dazu zählen sicher Quallen, Stachelrochen, Kegelschnecken, Feuerkorallen, Skorpionsfische, Steinfische und viele mehr. Glücklcherweise passieren Verletzungen, wie sie bei Steve Irwin aufgetreten sind, nicht oft!
Tauchst Du jedoch in einem Dir unbekannten Gebiet, Informiere Dich immer darüber, welche aquatischen Lebebewesen dort heimisch sind. Gerne steht Dir dafür unser Team von Amed Scuba zur Verfügung!

Der Steinfisch

Steinfisch, Viktoria Kleyer
Steinfische leben als einzelgängerische Bodenbewohner, meist als Stein oder Fels sie sich von kleinen Fischen, von Kopffüßern und Krebstieren, die sie durch plötzliches Aufreißen des Mauls einsaugen. Die Steinfische selber jedoch sind schlechte Schwimmer, was an ihrem Körperbau liegt! Steinfische werden je nach Art 8 bis 60 cm lang und besitzen einen plumpen oder langgestreckten Körper, große Brustflossen, einen sehr großen, abgeflachten Kopf und ein nach oben gerichtetes, großes Maul. Die Haut ist unbeschuppt, mit warzigen Drüsen versehen, rau und oft algenbewachsen. Der Knochenkamm auf den Kopfseiten („Panzerwangen“) reicht bis  zum Vorkiemendeckel.
getarnt, oft in flachem Wasser in Korallen- und Felsriffen, auf Sand- und in Geröllböden, wo sie perfekt mit ihrem Untergrund verschmelzen. Eine unglaubliche Anpassung an die Umgebung lässt sie in dieser verschwinden. Als ortsfeste, hervorragend getarnte Lauerjäger ernähren




Die Kegelschnecke
Kegelschnecke
Wegen ihrer schön gemusterten Gehäuse sind die Kegelschnecken beliebte Sammlerobjekte. Sie besitzen aber teilweise ein Nervengift, das, wenn es die Haut des Tauchers durchdringt zum schnellen Tod führen kann! Sie injizieren ihrer Beute auch ein Toxin, das aggressiv das Nervensystem beeinflusst: Es sorgt dafür, dass sich die Natriumkanäle der Nervenzellen nicht mehr schließen können. Alle Neurone werden gleichzeitig aktiviert und feuern ununterbrochen. Dadurch verkrampft der Körper der Angegriffenen völlig, und die Beute wird bewegungsunfähig, selbst wenn sie noch nicht tot ist.Von der Kegelschnecke abgeschossene Fische werden gelähmt und können nicht mehr fliehen, so dass die relativ unbewegliche Schnecke sie an Ort und Stelle fressen kann. Da bekanntlich die Dosis das Gift macht, könnte diese Arbeit bald möglicherweise medizinischen Nutzen haben. Das Gift beeinflusst spezifische Natriumkanäle; deshalb ließe sich daraus eventuell ein neuer Behandlungsansatz für Menschen mit chronischen Schmerzen entwickeln.
Wichtig ist es diese Kegelschnecken niemals anzufassen!
Die zumeist nachtaktiven Kegelschnecken sind durchweg Fleischfresser und gehen des Nachts auf die Jagd nach Borstenwürmern und anderen Weichtieren wie Schnecken, Muscheln oder auch Kopffüßler, Fische oder Krebstiere, die sie durch einen gezielten Schuss, schnell töten, da sie nicht in der Lage sind, diese über lange Strecken zu verfolgen. Zur Jagd benutzen sie eine Harpune, die sich aus einem Zahn der Radula entwickelt hat. Die Radula der Kegelschnecken hat nur diesen einen, nadelspitzen Zahn, der hohl ist und mit einer Giftdrüse in Verbindung steht. In einer Tasche befinden sich Reservezähne, da die Harpune, die durch den Rüssel in die Beute „geschossen“ wird, verloren ist. Viele Arten verbergen sich tagsüber im Schlamm- oder Sandboden. Kegelschnecken sind getrenntgeschlechtlich.
Die Gifte der Kegelschnecken heißen Conotoxine und sind Nervengifte, welche auch für den Menschen gefährlich sein können. Einige Arten können sogar tödlich sein. 1993 wurden 16 Todesfälle bekannt, von denen 12  auf Conus geographus zurückzuführen waren. Zwei tödliche Unfälle wurden von C. textile verursacht. Weitere gefährliche Kegelschnecken sind: C. aulicus, C. marmoreus, C. omaria, C.striatus und C. tulipa. Allgemein gelten die Toxine der Borstenwurm-Fresser als weniger gefährlich für den Menschen, während die Gifte der weichtier- und vor allem fischfressenden Arten zu schwereren Vergiftungen führen können. Dies liegt daran, dass der von der Schnecke getroffene vorbeischwimmende Fisch auf der Stelle tot sein muss - Schnecken sind langsam und können einen Fisch nicht noch mehrere hundert Meter weiterschwimmen lassen. Diese wirklich extrem giftigen Arten leben allerdings nicht im Flachwasser. Zu Tode kommen praktisch nur Taucher, die mit den Händen nach den Kegelschnecken greifen.
Kegelschnecke
Jede Art produziert einen Gift-Cocktail von bis zu mehreren hundert Oligopeptiden, also kurzen Aminosäureketten. Von diesen gibt es mehrere Klassen, die auf unterschiedliche Weise wirken, etwa indem sie bestimmte Rezeptoren für Neurotransmitter an den Synapsen der Nervenzellen oder aber Ionenkanäle blockieren. Erst das Zusammenspiel mehrerer Giftkomponenten macht die Conotoxine so effizient und gefährlich.
Antitoxine sind nicht bekannt. Opfer von Kegelschnecken können nur symptomatisch und intensivmedizinisch behandelt werden. Quelle Wikipedia, Kegelschnecken





  

Donnerstag, 20. März 2014

Wasserpaläste Ujung und Tirta Ganga in Bali

Ujung Wasserpalast - Tauchtour Amed Scuba


Wasserpalast Ujung im Nord-Osten von Bali


Unjung Wasserpalast, Amed Scuba Tauchtour
Der Wasserpalast von Ujung wurde 1919 errichtet und 1921 eröffnet. Er gehört neben Tirtagangga sicherlich zu den schönsten Prunkbauten auf Bali. Der letzte Raja von Karangasem errichtete dieses Lustschloss in der Nähe seiner Residenz in Amlapura. Hier lebte der Raja Anak Agung Anglurah Ketut mit seinen Ehefrauen und Kindern. Nur ca. drei Kilometer ausserhalb von Amlapura bot der Sommerpalast Erfrischung von der Hitze der Stadt in Wasserbecken, Kanälen und Fontänen. 1963 wurde der Palast größtenteils bei dem Vulkanausbruch des Gunung Agung zerstört und anschließend mit Hilfe der Gelder von der Weltbank, die diese Anlage schützenswert und erhaltneswert betrachtet, wieder aufgebaut.
Ujung Wasserpalast, Amed Scuba Tauchtour

Bali ist eine Insel, die durch ihre Gegensätze bezaubert und mich immer wieder anzieht“, berichtet mir gestern eine begeisterte Kundin mit der ich tauchte. Sie besuchte Ubud, da sie hier mehr über Meditation, Yoga und Heiler erfahren wollte und so empfahl ich Ihr auch den Wasserpalast in Tirtaganga zu besuchen. 

WASSERPALAST TIRTA GANGA im Nord- Osten von Bali

Ujung Wasserpalast ins eingebettet zwischen Bergen und Ozean
Von Tirtagangga (Wasser des Ganges) sagen die Balinesen, dass von ihm eine besondere Kraft ausgehe und zur Meditation anhalte. Das kann auch ich besonders für die Abendstunden bestätigen. Der Ort scheint hier eine besondere Stille auszusenden,
Reinheit und Klarheit durch die Wasserspiele und die Fischteiche mit den entspannt dahin schwimmenden riesigen Kois. Ein Ort der zur Kontemplation einlädt – genau wie eine alte romanische Kirche in der Toskana oder der Provence.
Ein Ort zur inneren Einkehr.

Die Balinesen sind überzeugt, dass der Ort eine besondere Kraft besitzt. Sie glauben daran, das die für sie hier entspringende heilige Quelle, die
Tirta Ganga - Tauchtour Amed Scuba
die Fischteiche und danach die hier sehr fruchtbaren Reisterrassen speist, eine Verbindung mit dem Ganges in Indien hätte.
Unter dem uralten Banjan Baum, unter dem auch der Buddha seine Erleuchtung erhalten haben soll, werden häufig farbenfrohe Zeremonien abgehalten. Aber hier beeindrucken vor allem die um 1947 erbauten Gebäude und phantasievollen Wasserspeier und Becken, in denen man noch heute baden kann.



In Amlapura befand sich einst das Zentrum eines der wichtigsten Fürstenhäuser Balis und der Fürst dieses Hauses dehnte seine Herrschaft bis auf Lombok aus. Zu den architektonisch schönsten und wichtigsten Gebäuden des Rajas gehören neben Tirtagangga auch der weitere Wasserpalast in Ujung.









































































Samstag, 15. März 2014

Turtle


Die Meeresschildkröten (Cheloniidae) stellen im engeren Sinne eine Familie innerhalb der Schildkröten dar. Zusammen mit der Familie Dermochelyidae (deren einzige Art die Lederschildkröte  ist) bilden sie die Überfamilie der Chelonioidea, die auf Deutsch oft als Meeresschildkröten im weiteren Sinne bezeichnet werden;  dies entspricht dann auch der intuitiven Interpretation als Gesamtheit der im Meer lebenden Schildkröten.
Die Gruppe der Meeresschildkröten umfasst insgesamt sechs bzw. sieben Arten, die eine Reihe gemeinsamer Merkmale tragen. Ihre Extemitäten sind zu großen Paddeln umgestaltet, aus denen nur je eine oder zwei Krallen herausragen, und ihr Panzer ist deutlich abgeflacht und stromlinienförmig. Weil der Rückenpanzer auch bei älteren Schildkröten nicht vollständig verknöchert, ragen die Enden der Rippen frei hervor. Beim Bauchpanzer fallen auch einige Rückbildungen auf. Durch die Veränderung des Panzers haben die Meeresschildkröten außerdem die Fähigkeit verloren, ihren relativ großen Kopf bei Gefahr einzuziehen. Eine Anpassung an das Salzwasser stellen die Salzdrüsen dar, die beständig eine konzentrierte Salzlösung abgeben und so den Salzgehalt des Blutes regulieren, die Nieren allein sind dazu nicht in der Lage.
Wikipedia

Die Echte Karettschildkröte (Eretmochelys imbricata) ist ein Vertreter der Meeresschildkröten. Sie ist maximal 90 cm lang und erreicht ein Gewicht von höchstens 75 kg. Die Hornplatten des Panzers dieser Tiere überlappen einander und stellen als echtes Schildpatt  die wertvollste Form des begehrten Rohstoffes für Kunstgewerbe und Schuckgegenstände. Der Kopf der Tiere ist sehr schmal und ähnelt dadurch dem eines Greifvogels. Die erwachsenen Tiere sind in der Regel schwarz bis dunkelbraun und weisen gelbliche und hellbraune, manchmal auch rötliche Flecken und Binden auf.
Amed Scuba, Karettschildkröte
Die Meeresschildkröten stammen von Land- oder Süßwasserschildkröten ab, die sekundär ins Wasser gegangen sind. Dies geschah wahrscheinlich im späten Paläozoikum. Die Aufspaltung der Meeresschildkröten und die Ausbildung der Cheloniidae fand wahrscheinlich in der frühe Kreide statt (vor etwa 110 Millionen Jahren), der Fossilbefund für die Schildkröten dieser Zeit ist jedoch sehr spärlich. Im münsterländischen Kalkwerk Hollekamp wurde beispielsweise ein einzelner Knochen gefunden. Die frühesten bekannten Vertreter der Cheloniidae besaßen zwar offensichtlich bereits paddelartige Extremitäten, diese waren jedoch noch nicht so gut ausgebildet wie bei den heutigen Arten. Auch das Salzausscheidungssystem über die Salzdrüsen war, der Kopfform nach zu schließen, bereits vorhanden und wurde vielleicht sogar bereits vor der endgültigen Lösung vom terrestrischen Lebensraum entwickelt. Die älteste bekannte Meeresschildkröte ist derzeit die Art Sanatanachelys gaffneyii aus der frühen Kreidezeit, sie wird allerdings einer separaten Familie namens Protostegidae zugeordnet.
 Quelle Wikipedia
Schildkröte in der Liberty, Bali


Meeresschildkröten bewohnen alle tropischen und subtropischen Meeresgebiete und verbringen bis auf die Eiablage ihr gesamtes Leben im Wasser. Die ersten Meeresschildkröten haben sich wahrscheinlich vor etwa 200 Millionen Jahren aus landlebenden Schildkröten entwickelt.
Amed Scuba, Schildkröte im Korallengarten in Amed

Meeresschildkröten ernähren sich von Kopffüßlern, Krebsen, Schwämmen und Quallen, die sie bei ihren langen Tauchgängen jagen. Ihr Stoffwechsel wird beim Tauchen stark herabgesetzt, und das Blut reichert sich mit CO2 an, ohne den Tieren zu schaden. Die Meeresschildkröten sind nicht standorttreu, vielmehr legen sie jährlich weite Strecken auf ausgedehnten Wanderungen zurück. Dabei folgen sie anscheinend den Meeresströmungen, aber auch eine Orientierung mittels des Magnetfeldes der Erde oder des Lichtwinkels wird diskutiert. Um genauere Erkenntnisse darüber zu bekommen, laufen seit geraumer Zeit Markierungsprogramme, bei denen Meeresschildkröten mit Sendern ausgestattet und so auf ihren Wanderungen beobachtet werden.


Die Paarung der Meeresschildkröten findet wahrscheinlich auf dem offenen Meer statt. Danach suchen die Weibchen zielstrebig ihren Geburtsstrand auf und legen dort ihre Eier ab. Meeresschildkröten kehren immer nur zu ihrem Geburtsstrand zurück, da sie Philiopatrie betreiben. Grüne Meeresschildkröten finden mithilfe des Erdmagnetfeldes ihre Paarungs- und Brutstätte auf Ascension Island. Dazu schwimmen sie nur nachts von der Ostküste Brasiliens über 2000 km Richtung Osten. Bei der Eiablage ziehen sich die weiblichen Tiere in der Nacht mit ihren Flossen über den Sandstrand und graben eine etwa 30–50 cm tiefe Grube, in die sie die Eier legen. In dieser Zeit sind oft Schildkrötentränen zu sehen, deren Bedeutung unklar ist. Nachdem die Eier gelegt sind, vergräbt sie die Schildkröte und macht sich auf den Weg zurück ins Meer. In der Regel finden sich innerhalb weniger Nächte alle Weibchen eines Strandes ein und legen ihre Eier, entsprechend gleichzeitig können dann auch die Jungtiere schlüpfen, vorausgesetzt, ihr Gelege wurde nicht Opfer eines Nesträubers. Die Sonne brütet die Eier aus. Bei Temperaturen über 29,9 Grad entwickeln sich Weibchen. Bei niedrigeren, Männchen. Das gleichzeitige Eiablegen und Schlüpfen sorgt dafür, dass die Nesträuber gewöhnlich satt sind, bevor allzu großer Schaden angerichtet ist, wodurch mehr Jungtiere überleben. Weitere Feinde warten auf dem Weg der frisch geschlüpften Jungtiere zum Meer, vor allem Möven und Rabenvögel. Eine weitere natürliche Bedrohung für die Nester sind heftige Stürme, die in den tropischen Gegenden oft ganze Strände verwüsten. Der Mensch bedroht sie ungewollt durch Straßen, Städte und andere Lichtquellen. Da sich die gerade geschlüpften Tiere natürlicherweise am Mondlicht orientieren, um den Weg zurück ins Meer zu finden, werden sie durch diese Lichtquellen auf ihrem instinktivem Weg irritiert und verenden. Über das Leben der Jungtiere in den ersten Lebensjahren war viele Jahrzehnte so gut wie nichts bekannt. Erst 2007 fand man am Archie Carr Center for Sea Turtle Research durch die Untersuchung des Verhältnisses verschiedener Isotope im Panzer von sich wieder in flacheren Gewässern befindlichen Tieren heraus, dass sich die eigentlich pflanzenfressenden Schildkröten während der ersten Jahre von Quallen und anderen wirbellosen Tieren ernähren, die sie im offenen Meer fangen.
Alle Meeresschildkröten sind in ihrem Bestand vom Aussterben bedroht. Die Bedrohung geht dabei ausschließlich vom Menschen aus, der sie aufgrund ihres Fleisches, der Eier und ihrer Panzer seit Jahrhunderten jagt. Besonders in den asiatischen Ländern ist das Fleisch sehr begehrt und auch Handelsverbote, empfindliche Strafen und hohe Schwarzmarktpreise schränken den Handel kaum ein. Schildkrötenleder und das Schildpatt der Panzer stehen ebenfalls hoch im Kurs, vor allem in Japan, wo sie als Glücksbringer gelten.
Ein häufig vernachlässigter Faktor ist die Umweltverschmutzung ganzer Meeresregionen und Niststrände, die den Meeresschildkröten ihre Lebensgrundlage entzieht. Moderne Fischfangmethoden stellen eine zusätzliche massive Bedrohung dar, die Tausenden von Meeresschildkröten ein Ende als Beifang in einem Krabben- oder Fischnetz beschert. Die in den letzten Jahren entwickelten TED-Netze (steht für „turtle excluder device“) für den Krabbenfang werden von den meisten Krabbenfischern abgelehnt, da sie einen Verlust der Krabbenernte befürchten.
Alle Meeresschildkröten stehen offiziell unter Artenschutz durch das Washingtoner Artenschutzabkommen. Der Handel mit Schildkrötenprodukten ist seit 1979 durch die Convention on International Trade in Endangered Species verboten, und sie dürfen nicht gefangen und getötet werden. All diese Maßnahmen wirken jedoch nur schleppend. International versuchen Tierschützer und Organisationen den Schutz der Tiere durchzusetzen, indem sie Brutgebiete einzäunen und bewachen oder Zuchtstationen aufbauen. Die Insel Sipadan  (bei Borneo) etwa wurde 2004 zum Naturschutzgebiet erklärt und das dortige Touristenresort geschlossen. Die Insel darf seither nur noch bei Tage von einer bestimmten Anzahl Menschen nur an einigen Stellen betreten werden und es ist nicht mehr erlaubt, auf der Insel zu übernachten. Auf den Turtle Islands, in der Südsee, wurde die Zahl der gefundenen Nistgelege der Suppenschildkröte 2011 mit 14.220, mit über 1.44 Mio Eiern, angegeben. Im Jahr 2004 wurde bisher die niedrigste Zahl an Nistgelegen gefunden, es waren etwas über 4.000. Diese deutliche Steigerung der Anzahl der Nistgelege wird als Erfolg der Schutzbemühungen der Philippinen und Malaysias gewertet. Einen wesentlichen Beitrag zum Schutz der Schildkröten liefert die Wissenschaft, deren Erkenntnisse über das Verhalten der Tiere einen effektiveren Schutz erlauben.